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Terminology

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Terminologie/Glossar für die Lingo-Erweiterung[Bearbeiten]


A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z


A[Bearbeiten]

Acetolyse


* Acetolyse:
In der Lichtmikroskopie oft verwendete Aufbereitungsart für Pollenkörner. Dabei wird das PK mit einem Gemisch aus Essigsäureanhydrid und konzentrierter Schwefelsäure (9+1) behandelt. Es bleibt danach praktisch nur das Pollengerüst aus Sporopollenin übrig.
  • Aequatorial: Die Äquatorebene des Pollenkorns ist gegen den Beobachter gerichtet.
  • Anulus: (Mz. Anuli) Gebiet, das eine Pore wallförmig umgibt (anulat). Meist eine Verdickung oder Ausdünnung der Ektexine.
  • Apertur: (Keimpore) Sichtbare, potentielle Austrittsöffnung für einen Pollenschlauch (Poren oder Keimfalten). Oeffnung oder dünnere Zone der Exine. Oft in charakteristischen Mustern angeordnet.

B[Bearbeiten]

  • Baculat: Stäbchenförmige Skulptur der Exine. Länger als 1 μm und länger als der eigene Durchmesser. Nicht eingeschnürt oder verdickt.
    Baculatz.jpg

  • Brochus: (Mz. Brochi) Masche eines Netzes. Dieses besteht aus dem Lumen des Netzes und der Hälfte der begrenzenden Wände (Muri). Siehe Reticulat.

C[Bearbeiten]

  • Clavat: Keulenförmige Skulptur der Exine. Länger als 1 μm und länger als der eigene Durchmesser. Am Ende verdickt.
    Clavatz.jpg

  • Colporat: Beide Aperturtypen (Kolpen und Poren) finden sich in einer Apertur.
  • Colpus: (Mz. Colpi) Zu Deutsch auch Kolpus. Langgestreckte, spaltförmige Apertur. Mindestens doppelt so lang wie breit.
  • Columellae: Säulenförmige Skulpturelemente zwischen dem Tectum und der Endexine.

E[Bearbeiten]

  • Echinat: Stäbchenförmige, zugespitzte Skulptur der Exine. Länger als 1 μm.
    Echinat.jpgEchinatz.jpg

F[Bearbeiten]

  • Fenestrat: (auch Lophat) PK bei dem rundliche oder eckige Teile der Ektexine (siehe Exine) fehlen und dort eine Art Fenster bilden.
    Fenestrat.jpg

  • Fossulat: längere, unregelmässig verteilte Rinnen in der Exine (rissig). Im Gegensatz zu den foveolaten, kreisförmigen Öffnungen.
  • Foveolat: Auf den Collumnellae aufsitzende runde oder ovale Löcher (grubig), die durch einen mindestens 1 μm breiten Spalt voneinander getrennt sind. Der Abstand zwischen 2 Elementen ist jeweils grösser als deren Durchmesser.

G[Bearbeiten]

  • Gemmat: Dickere, punktförmige Skulpturen. Grösster Durchmesser etwa so gross wie die Höhe. Meist über 1 μm. Siehe auch Scabrat.
    Gemmat.jpg

  • Gürtelfurche (Ringfurche): Aequatoriale, um das Pollenkorn herumführende, deutlich sichtbare Abgrenzung. In der Literatur auch Cingulum, Endocingulum oder zonorat genannt. Zu finden v.a. bei Anchusa- und Pulmonaria-Arten.
    Guertel2.jpgGuertel1.jpg



H[Bearbeiten]

  • Heteropolar: Die beiden Pole des Pollenkorns sind verschieden. Das PK ist meist ei- bzw. maiskornförmig. Siehe auch Isopolar
    Heteropolar.jpg

  • Homobrochat: Die Brochi eines Netzes sind mehr oder weniger gleich gross.
  • Heterobrochat: Die Brochi eines Netzes sind unterschiedlich gross

I[Bearbeiten]

  • Intectat: Pollenkorn ohne Tectum aber mit sichtbaren Skulpturen (Columellae) der Exine.
  • Intine: Innenschicht des PK. Liegt der Exine dicht an. Semipermeable Membran die aus Pektinverbindungen und Cellulose besteht und das Cytoplasma des PK gegen die Endexine abgrenzt. Aus dieser meist dünnen, zarten Wand, die oft an den Poren oder Keimfalten aus der Exine hervortritt, geht später der Pollenschlauch hervor. Die Intine wird durch Fuchsin nicht angefärbt.
  • Isopolar: Das Pollenkorn hat identische Nord- und Südpole. Der Äquator ist eine der Symmetrieebenen. Siehe auch Heteropolar.

K[Bearbeiten]

L[Bearbeiten]

  • Lacuna: (Mz. Lacunae) Ausgedünnter Bereich in der Exine um eine Apertur herum. Bei folgenden Gattungen zu finden: Polygala und Ribes
    Lacuna.jpg

  • Lophat: Siehe Fenestrat.

M[Bearbeiten]

  • Margo: Ausgedünnte oder verdickte längliche Fläche der Exine um einen Colpus oder eine Pore herum.
  • Micro: Alle sichtbaren Skulpturelemente, die kleiner als 1 μm sind. Ueberbegriff auch "scabrat".
  • Murus: (Mz. Muri) Wand eines Brochus.

O[Bearbeiten]

  • Oblat: Form des PK abgeflacht.
    Oblat.jpgOblat2.jpg

  • Operculum: Prominente, hervorspringende Exinestruktur auf der Aperturmembrane (operculat).
    Operculum.jpg

P[Bearbeiten]

  • Palynologie: Pollenkunde.
  • Perforat: Pollenwand mit kleinen Löchern, die kleiner als 1 μm im Durchmesser sind. Im LM oft schwer zu erkennen.
  • Perprolat: Das Pollenkorn ist mehr als doppelt so lange wie breit. Siehe auch prolat.
    Perprolat.jpg

  • Plikat: Parallele, rippenartige Falten, die von Pol zu Pol reichen.
  • Polarfeld: Region am und um die Pole des Pollenkorns die durch benachbarte Colpispitzen oder Porenränder begrenzt wird.
  • Polarfeldindex: (Abk. PolFeldI) PolFeldI = P/Querdurchmesser des Pollenkorns.
    PolfeldIndex.jpg

  • Pollenformindex: (Abk. PoFormI) Verhältnis der Länge der Polaraxe zum äquatorialen Durchmesser.
  • Pollenkitt: Ölige, klebrige Tropfen aus Lipoiden und Carotinoiden. "Klebt" die Pollenkörner an den Bestäuber. Pollenkitt wird nur von den Angiospermen gebildet, kann jedoch auch fehlen. Wird in den Plastiden der Antherenwand gebildet.
    Pollenkitt.jpg

  • Pollenklasse: Einteilung der Pollenkörner nach Art, Aussehen und Anordnung der Aperturen.
  • Pollenkorn: Das Pollenkorn besteht aus der Pollenwand und aus 2 Zellen. Die grosse, vegetative Zelle bildet bei der Keimung den Pollenschlauch. Die kleine, generative Zelle bildet nach der Zellteilung die beiden Spermazellen.
  • Pollenschlauch: Nach der Bestäubung wächst durch die Apertur der Pollenschlauch durch den Griffel bis zur Eizelle.
    Verbascum densiflorum (3).jpg

  • Pollinarium: Der ganze Inhalt der Antheren ist zu einem grösseren Gebilde 'verklebt', dem Pollinium. Das Pollinar besteht aus 2 Pollinien die durch das Corpusculum verbunden sind. Diese Form der Antheren kommt u.a. bei den Apocynaceae, den Asclepiadaceae und den Orchidaceae vor.
    Pollinarium von Asclepias fruticosa

  • Polyad: Pollenverbund besteht aus mehr als 4 Einheiten.
    Polyad.jpg

  • Porat: Besitzt Poren
  • Pore: (Lat. Porus) Rundliche bis ovale Apertur. Direkte Oeffnung in der Exine.
    Saponaria officinalisCZP2.jpg

  • Porenabstand: Abstand von Porenmitte zu Porenmitte.
  • Psilat: Pollenkorn mit glatter Oberfläche bzw. ohne sichtbare Skulpturen.


  • Prolat: Form des PK langgestreckt. Siehe auch perprolat.
    Prolat.jpg

R[Bearbeiten]

  • Reticulat: Netzartige Skulpturen der Exine. Die Maschen des Netzes werden als Muri bezeichnet.
    Reticulat.jpg Reticulat1.jpg

  • Rugulat: Längliche (>1 μm) und unregelmässig angeordnete Skulpturen der Exine. Nicht striat und nicht reticulat.

S[Bearbeiten]

  • Scabrat: Punktförmige Exineskulpturen mit kleinen , punktartigen Skulpturelementen (<1 μm) oder andersförmige, kleine Skulpturen, die im LM noch knapp erkennbar sind. Siehe auch Gemmat
    Scabratz.jpg

  • Semitectat: Ein Tectum, das teilweise durch Auslassungen unterbrochen ist. Diese Löcher sind grösser als 1 μm.
  • Sexine: Äusserer Teil der Exine.
  • Skulpturen: Die an der Oberfläche der Exine herausragenden Formelemente, wie Dornen, Keulen, Netze oder Warzen.
  • Sphäroid: Form des Pollenkorns kugelförmig.
  • Sporopollenin: Hauptbestandteil der Exine. Besteht aus extrem widerstandsfähigen Biopolymeren. Sporopollenin ist ein stickstofffreies stark vernetztes Heteropolymer, das aus einfachen aromatischen Carbonsäuren wie p-Cumarinsäure (4-Hydroxy-Zimtsäure) und langkettigen, unverzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen sowie Polyhydroxy-Komponenten aufgebaut ist. Es hat ein quervernetztes Molekülgerüst mit Ether-Brücken. Die Substanz ist eine der resistentesten, in der Natur vorkommenden organischen Verbindungen: Kochen in Flusssäure oder in einem Gemisch aus Essigsäureanhydrid und Schwefelsäure, einer Standardmethode der Palynologie zur Reinigung der Pollenoberfläche (Acetolyse), übersteht Sporopollein schadlos. In 2-Aminoethanol kann Sporopollenin jedoch gelöst werden. Zerstörbar ist es ansonsten nur durch starke Oxidantien wie Wasserstoffperoxid oder exzessive Ozonbehandlung (Quelle: Sporopollenin, DocCheck Flexikon, abgerufen am 19. Juli 2017).
  • Striat: Strangförmige, mehr oder weniger parallele Skulpturen der Exine.
    Striat.jpg Striat1.jpg

  • Sulcus: Distale, überlange Apertur; davon abgeleitet sulcat.
    Sulcus2.jpg Sulcus1.jpg

  • Synaperturat: Die Aperturen vereinigen sich an den Polen (Pollenklasse "Syncolpatae").

T[Bearbeiten]

  • Tectum: Oberste, vollständig oder unvollständig ausgebildete Schicht der Ektexine. Auf dieser sitzen die Skulpturen.
  • Tetrad: Pollenkorn besteht aus 4 zusammengesetzten Pollenkörner.
    Tetrad.jpg

  • Tricolpat: Pollenkorn mit 3 Colpi.
  • Tricolporat: Pollenkorn mit 3 Colpi und 3 integrierten Poren.
  • Triporat: Pollenkorn mit 3 Poren.

U[Bearbeiten]

  • Ubisch Körperchen: kleine, punktartige Strukturen aus Sporopollenin. Die Grösse variiert von <1 bis >15 μm, meist sind sie aber kleiner als 1 μm. Die Funktion dieser Anhängsel ist nicht bekannt.
  • Ulcus: (Mz. Ulci) Distale, mehr oder weniger runde Aperturen.

V[Bearbeiten]

  • Verrucat: Warzenförmige Skulptur der Exine. Mindestens 1 μm breit. Am oberen Ende abgerundet und an der Basis nicht eingeschnürt.
  • Vestibulum: (Mz. Vestibula, dt. Keimhof) Offener Vorhof innerhalb der Pore. Vom Innern des Pollenkorns durch Auftrennung der Exineschichten abgegrenzt. Vor allem bei Alnus, Betula, und Corylus-Arten.
    Vestibulum.jpg

  • Viscin-Faden: Acetolyseresistenter Faden aus Sporopollenin der mehrere Pollenkörner zusammenhält und diese dann so an die Borsten von bestäubenden Insekten anhaftet. Er kommt nur in wenigen Pflanzenfamilien vor (Caesalpiniaceae, Ericaceae und Onagraceae [v.a. Fuchsia]). Entspringt der Exine.
    Viscin.jpg

Stebler Th., Terminology, Pollen-Wiki, https://pollen.tstebler.ch/MediaWiki/index.php?title=Terminology (19. Nov. 2019).

In der Lichtmikroskopie oft verwendete Aufbereitungsart für Pollenkörner. Dabei wird das PK mit einem Gemisch aus Essigsäureanhydrid und konzentrierter Schwefelsäure (9+1) behandelt. Es bleibt danach praktisch nur das Pollengerüst aus Sporopollenin übrig.

Pollenkorn

Hauptbestandteil der Exine. Besteht aus extrem widerstandsfähigen Biopolymeren. Sporopollenin ist ein stickstofffreies stark vernetztes Heteropolymer, das aus einfachen aromatischen Carbonsäuren wie p-Cumarinsäure (4-Hydroxy-Zimtsäure) und langkettigen, unverzweigten aliphatischen Kohlenwasserstoffen sowie Polyhydroxy-Komponenten aufgebaut ist. Es hat ein quervernetztes Molekülgerüst mit Ether-Brücken. Die Substanz ist eine der resistentesten, in der Natur vorkommenden organischen Verbindungen: Kochen in Flusssäure oder in einem Gemisch aus Essigsäureanhydrid und Schwefelsäure, einer Standardmethode der Palynologie zur Reinigung der Pollenoberfläche (Acetolyse), übersteht Sporopollein schadlos. In 2-Aminoethanol kann Sporopollenin jedoch gelöst werden. Zerstörbar ist es ansonsten nur durch starke Oxidantien wie Wasserstoffperoxid oder exzessive Ozonbehandlung (Quelle: Sporopollenin, DocCheck Flexikon, abgerufen am 19. Juli 2017).

Gebiet, das eine Pore wallförmig umgibt (anulat). Meist eine Verdickung oder Ausdünnung der Ektexine.

Gebiet, das eine Pore wallförmig umgibt (anulat). Meist eine Verdickung oder Ausdünnung der Ektexine.

Rundliche bis ovale Apertur. Direkte Oeffnung in der Exine.
Saponaria officinalisCZP2.jpg

Gebiet, das eine Pore wallförmig umgibt (anulat). Meist eine Verdickung oder Ausdünnung der Ektexine.

(Keimpore) Sichtbare, potentielle Austrittsöffnung für einen Pollenschlauch. Oeffnung oder dünnere Zone der Exine. Oft in charakteristischen Mustern angeordnet.

Apertur

Äussere, hauptsächlich aus Sporopollenin gebildete Wand des Pollenkorns. Besteht aus der Ektexine und der Endexine. Sehr widerstandsfähig und meist auch resistent gegen Acetolyse. Zeigt die arttypischen Skulpturen und weist Oeffnungen (Aperturen, Poren oder Keimfalten) für den Austritt des Pollenschlauchs auf. Siehe Grafik Aufbau der Pollenwand.

Masche eines Netzes. Dieses besteht aus dem Lumen des Netzes und der Hälfte der begrenzenden Wände.

Masche eines Netzes. Dieses besteht aus dem Lumen des Netzes und der Hälfte der begrenzenden Wände.

Zu Deutsch auch Kolpus. Langgestreckte, spaltförmige Apertur. Mindestens doppelt so lang wie breit.

Zu Deutsch auch Kolpus. Langgestreckte, spaltförmige Apertur. Mindestens doppelt so lang wie breit.

Säulenförmige Skulpturelemente zwischen dem Tectum und der Endexine.

Der untere Teil der Exine. Wird durch Fuchsinlösung nicht angefärbt. Siehe Grafik Aufbau der Pollenwand.

Verdickung der Endexine um eine Apertur herum.

Verdickung der Endexine um eine Apertur herum.

Aeusserer Teil der Exine. Kann mit Fuchsinlösung violett bis rosa angefärbt werden. Ethält das Tectum, die Columellae und die Fussschicht. Siehe Grafik Aufbau der Pollenwand.

Die innerste Schicht der Ektexine. Darauf folgt gegen innen dann die Endexine. Siehe Grafik Aufbau der Pollenwand.

Die an der Oberfläche der Exine herausragenden Formelemente, wie Dornen, Keulen, Netze oder Warzen.

(Ringfurche) Aequatoriale, um das Pollenkorn herumführende, deutlich sichtbare Abgrenzung. In der Literatur auch Cingulum, Endocingulum oder zonorat genannt. Zu finden v.a. bei Anchusa- und Pulmonaria-Arten.
Guertel2.jpg

Das Pollenkorn besteht aus der Pollenwand und aus meist 2 Zellen. Die grosse, vegetative Zelle bildet bei der Keimung den Pollenschlauch. Die kleine, generative Zelle bildet nach der Zellteilung die beiden Spermazellen.

Oberste, vollständig oder unvollständig ausgebildete Schicht der Ektexine. Auf dieser sitzen die Skulpturen.

Innenschicht des PK. Liegt der Exine dicht an. Semipermeable Membran die aus Pektinverbindungen und Cellulose besteht und das Cytoplasma des PK gegen die Endexine abgrenzt. Aus dieser meist dünnen, zarten Wand, die oft an den Poren oder Keimfalten aus der Exine hervortritt, geht später der Pollenschlauch hervor. Die Intine wird durch Fuchsin nicht angefärbt.

Farbstoff zur Pollenfärbung. Der Farbstoff ist direkt in der Glyceringelatine (nach Kaiser, Fuchsin 0.007%) gelöst.

(Vestibulum) Offener Vorhof innerhalb der Pore. Vom Innern des Pollenkorns durch Auftrennung der Exineschichten abgegrenzt. Vor allem bei Alnus, Betula, und Corylus-Arten.

Ausgedünnter Bereich in der Exine um eine Apertur herum. Bei folgenden Gattungen zu finden: Polygala und Ribes.
Lacuna.jpg

Ausgedünnter Bereich in der Exine um eine Apertur herum. Bei folgenden Gattungen zu finden: Polygala und Ribes.
Lacuna.jpg

Ausgedünnte oder verdickte längliche Fläche der Exine um einen Colpus oder eine Pore herum.

Wand eines Brochus (reticulat).

Wand eines Brochus (reticulat).

Prominente, hervorspringende Exinestruktur auf der Aperturmembrane (operculat).
Operculum.jpg

Teil der Exine die unter der Aperturöffnung liegt. Diese kann ornamentiert oder nicht ornamentiert sein.

Pollenkunde

Lichtmikroskop

Region am und um die Pole des Pollenkorns, die durch benachbarte Colpispitzen oder Porenränder begrenzt wird.

Polarfeldindex: P/Querdurchmesser des Pollenkorns. Klein < 0.25; Mittelgross 0.25 - 0.5; Gross >0.5 - 0.74; Sehr gross > 0.75.
PolfeldIndex.jpg

Polarfeldindex: P/Querdurchmesser des Pollenkorns. Klein < 0.25; Mittelgross 0.25 - 0.5; Gross >0.5 - 0.74; Sehr gross > 0.75.
PolfeldIndex.jpg

(Abk. PoFormI) Verhältnis der Länge der Polaxe zum äquatorialen Durchmesser.

Pollenformindex. Peroblat < 0.5; Oblat 0.5 - 0.75; Sphäroid 0.75 - 1.33; Prolat 1.33 - 2.0; Perprolat > 2.0.

Ölige, klebrige Tropfen aus Lipoiden und Carotinoiden. "Klebt" die Pollenkörner an den Bestäuber. Pollenkitt wird nur von den Angiospermen gebildet, kann jedoch auch fehlen. Wird in den Plastiden der Antherenwand gebildet.
Pollenkitt.jpg

Einteilung der Pollenkörner nach Art, Aussehen und Anordnung der Aperturen.

Nach der Bestäubung wächst durch die Apertur der Pollenschlauch durch den Griffel bis zur Eizelle.
Verbascum densiflorum (3).jpg

Der ganze Inhalt der Antheren ist zu einem grösseren Gebilde 'verklebt', dem Pollinium. Das Pollinar besteht aus 2 Pollinien die durch das Corpusculum verbunden sind. Diese Form der Antheren kommt u.a. bei den Apocynaceae, den Asclepiadaceae und den Orchidaceae vor.
Pollinarium.jpg

Abstand von Porenmitte zu Porenmitte.

Äusserer Teil der Exine.

Distale, überlange Apertur; davon abgeleitet sulcat.
Sulcus2.jpg Sulcus1.jpg

Distale, überlange Apertur; davon abgeleitet sulcat.
Sulcus2.jpg Sulcus1.jpg

Ubisch Körperchen: Kleine, punktartige Strukturen aus Sporopollenin. Die Grösse variiert von <1 bis >15 μm, meist sind sie aber kleiner als 1 μm. Die Funktion dieser Anhängsel ist nicht bekannt.

Distale, mehr oder weniger runde Aperturen.

Distale, mehr oder weniger runde Aperturen.

Offener Vorhof innerhalb der Pore (Keimhof). Vom Innern des Pollenkorns durch Auftrennung der Exineschichten abgegrenzt. Vor allem bei Alnus, Betula, und Corylus-Arten.
Vestibulum.jpg

Acetolyseresistenter Faden aus Sporopollenin der mehrere Pollenkörner zusammenhält und diese dann so an die Borsten von bestäubenden Insekten anhaftet. Er kommt nur in wenigen Pflanzenfamilien vor (Caesalpiniaceae, Ericaceae und Onagraceae [v.a. Fuchsia]). Entspringt der Exine.
Viscin.jpg